1. Jahreshälfte 2010

das erste Halbjahr 2010 war ich hauptsächlich damit beschäftigt, Teile
zu beschaffen. Ich hatte mir eine Liste erstellt, gespart und bei guten
Gelegenheiten auch mal gleich zugegriffen.
Des Wetters wegen hatte ich ursprünglich Mai als Starttermin für
den Zusammenbau angedacht. Dies hat sich zwar auf Juni/Juli verzögert,
womit ich allerdings leben konnte.

   

Ganz untätig war ich aber nicht. Ohne Teile konnte ich zwar keine grossen
Arbeiten erledigen, aber immerhin mal ein wenig Kleinkram hinter mich
bringen.
So habe ich beim Rückfahrlichtschalter einen zusätzlichen, guten Tyco
Stecker angebracht, das Thermostat getauscht, Kotztütenhalter gelifted,
den Kabelbaum im Kofferraum gerichtet, Scheibenwischerarme von Rost
befreit und schwarz gedost und den Turbotimer sowie den MP3-Player
ausgebaut.


25. Juli 2010 - Einbau Zusatzanzeigen

mittlerweile hatte ich einen Instandsetzer für meinen Zylinderkopf gefunden,
den Kopf hingeschippert und wieder abgeholt. Beim Instandsetzer wurden die
Ventilsitze gefräst, die Ventile eingeschliffen und die Dichtfläche geplant.

   

   

Da ich zum Verbau des Kopfes noch auf die lästigen, aber notwendigen Kleinteile
warten musste, habe ich mich derweil um die neuen Zusatzanzeigen gekümmert.
Es wurden die Kabel verlegt, ans Bordnetz angeschlossen und anschliessend das
Cockpit wieder zusammengesetzt.
Bei dieser Gelegenheit habe ich noch das Radio direkt mit der originalen Halterung
verschraubt.
Eigentlich wollte ich die Anzeigen auch gleich verbauen. Aber leider musste ich
feststellen, dass diese nicht unters Radio passen... Somit muss ich mir was
überlegen, wie ich die Dinger in den Schacht des Aschenbechers packen kann.
Für den unschönen Radioschacht gibts dann auch gleich ne passende Lösung!


08. & 15. August 2010 - Ventilspiel messen

nachdem nach langer Zeit dann alle Teile angekommen sind, begann ich, mich um
den Kopf zu kümmern. Nachdem ich den Heizungsanschluss hinten angeschraubt
hatte, gings in den Schneidersitz zum Ventilspiel messen.
Shims putzen, ölen, Nockenwellen festziehen, messen, weinen. 15 Nocken sassen
auf den Ventilen auf und ich hatte keine Shims in der nötigen, kleinen Grösse zum
weitermachen.

 

Also Shims organisieren. Nach kurzem Telefonat ("Toyota? Hä? Wir verkaufen
Yamaha Motorräder!") fand ich einen freundlichen Bikehändler, bei dem ich die
benötigten Shims im Austausch bekam.

Am zweiten Sonntag gings ans erneute Ausmessen und Einstellen, soweit Shims
vorhanden. Sieben Spiele konnten auf das gewünschte, obere Abmass einstellen,
für den Rest stand ein erneuter Tausch an.


21./22./23. August 2010 - Ventilspiel einstellen, ZK aufsetzen und Anzeigenhalter
montieren


Shims tauschen war der Plan, aber leider fand ich in Ingolstadt nicht mehr genügend
Scheibchen. Also ließ ich mir noch 12 Stück bei einer freundlichen Maschinenbaufirma
auf Maß schleifen.
So wurde ich samstags erst durch eine einwandfreie Abgasseite erfreut und dann durch
die Einlassseite verwirrt. Irgendwie hats nicht gepasst, vielleicht lags am Temperatur-
unterschied zwischen den Tagen. Habs dann aber noch irgendwie hinbekommen.

   

Nachdem das Ventilthema und dessen bodennahe Arbeitshaltung abgeschlossen war,
habe ich den Block von den Resten der alten ZKD befreit. Anschliessend habe ich noch
das Radio tiefstmöglich eingebaut sowie die Blende für die Zusatzanzeigen angepasst.

   

Der Anzeigehalter wurde an der linken Seite beschnitten und dann Montag durch zusätzliche
Löcher in den Laschen mit der Radioumrandung verschraubt. Das ganze ist nun so Positioniert,
dass die Anzeigen endlich hineinpassen und die Radioblende noch nach unten klappen kann.

Am Sonntag haben mir zwei Freunde geholfen, den Kopf aufzusetzen. Zu dritt ist das
wundervoll einfach! Anschliessend haben wir uns noch standesgemäss festgequatscht.

 

Mehr war geplant, aber ZK-Schrauben anziehen wäre noch dringewesen. Damit habe ich
auch noch begonnen. Allerdings es scheiterte daran, dass ich bei Schraube #10 nach dem
ersten Anziehen auf 50Nm die Nuss nicht mehr runterbekam. Also musste erst eine 10er
Nuss mit langem Sechskant her. Entnervt von nicht vorhandenem Werkzeug war erstmal
Feierabend.
Montag durfte ich dann erstmal feststellen, dass der Baumarkt zwar viel hat, aber irgend-
wie immer knapp am benötigten vorbei. So lieh ich mir die Nuss in der Arbeit und konnte
dann den Kopf mit 50-75-100Nm problemlos anziehen.
Weils grad so schön war, habe ich noch die ersten Lagerdeckel der Nockenwellen mit
Dirko abgedichtet und die Dichtringe eingesetzt.


24. August 2010 - Motoranbauteile

 

einfach drauf los und schauen, wie weit ich komme, war das Motto des Tages. Und es
lief ganz gut! Angefangen habe ich mit dem Unterteil der Ansaugbrücke, dann Einspritz-
ventile säubern, neu abdichten und samt Fuelrail einbauen.
Weiter ging es mit dem Blech an der Stirnseite, Nockenwellenrädern und Ventil-
deckeln. Nachdem auch das Thermostat seinen alten Platz wieder eingenommen hatte,
kam der Hauptkabelbaum bei der Fuelrail dran. Stecker Klopfsensoren Und Einspritzdüsen
sind wieder drauf und so langsam kommts mir auch wieder, wie die Unterdruckverschlau-
chung dort aussah. Aber das kommt dann erst nächste Woche.


01. & 02. September 2010 - Motoranbauteile

   

Nach einem erholsamen und informativen Wochenende wurde die Ansaugseite wiederher-
gestellt. Sämtliche Kabel- und Schlauchverwirrungen konnten gelöst werden und mit der
Hilfe eines Freundes flutschte dann auch der Zahnriemen an die richtige Position.
Nach einigen Bastelversuchen hatte ich mir dann zudem noch einen Halter für die Abgas-
temperaturanzeige zusammengedremelt. Das Ende der Arbeiten im Innenraum wurde also
ebenfalls absehbar.


11. & 12. September 2010 - Motoranbauteile

   

 

weiter gings: erst wurde der angerissene Luftschlauch nach dem Turbo teilweise durch einen
Samco ersetzt. Anschliessend der Ansaugkrümmer und das Turbonkie samt Lambdasonde
montiert.
An der Elektrik wurden die maroden Stellen der GAT-Verkabelung gerichtet und im Innenraum
das Bonbon- sowie das Münzfach ersetzt.

Am Sonntag wurde die Batterie befestigt und auf der Abgasseite weitergemacht. Neben einem
Halter wurde der NW-Stellungssensor und das Gasgestänge montiert. Und auch der Servoaus-
gleichsbehälter kam wieder an seinem gewohnten Platz.
Da es nun wieder einmal an Teilen haperte, hab ich den Kofferraum entrümpelt und dann die
Lautsprecher sowie die Taragadach-Halterungen wieder angeschraubt.


18.09. - 03.10.2010 - Motoranbauteile

   

nach und nach trudelten die letzten Kleinteile ein und es kam alles wieder an seinen alten
Platz. Turbolader, Luftfilter (gereinigt und geölt), Ansaugung, Kühler.
Das Kühlsystem wurde gespült, Kabel sauber verlegt und alte Schläuche ersetzt.


09. Oktober 2010 - der erste Start seit langem



nachdem die Ventildeckelentlüftung wieder an ihren Platz gefunden hatte, wurde der Kühler-
lüfter sowie der Unterbodenschutz montiert.
Anschliessend das Auto wieder auf alle vier Räder gestellt und das Kühlwasser aufgefüllt.
Halb aus der Garage gerollt wurde die EFI-Sicherung entfernt, ein 5l-Kanister Super getankt
(ich hatte keine Ahnung mehr, wie viel Sprit überhaupt noch im Tank war) und der Anlasser
betätigt. Nachdem so das Öl verteilt worden war, kam die Sicherung wieder rein.

Orgel, orgel, orgel... hmmm... kleines bisschen Gas, orgel BRUMM

YES!


Rest 2010 - Winter & kalt

Den Rest des Jahres habe ich nichtmehr viel gemacht. Am Auto habe ich den Kabelsalat
vom Motor- und Innenraum etwas aufgedröselt, damit ich mich im nächsten Jahr stress-
befreit an den Verbau der drei neuen Zusatzanzeigen machen kann.
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